Tipp: Alle Bilder von diesem Urlaub gibt es in der Fotogallerie!

 

Reisebericht über einen Urlaub auf den Philippinen vom
5.1.1999 bis 5.2.1999

Zusammen mit meiner Freundin Susi war ich 1999 für 32 Tage mit dem Rucksack auf den Philippinen unterwegs. Hier könnt Ihr einen kurzen Blick in unser Reisetagebuch werfen. Wir erzählen hier ein wenig von unseren Erlebnissen während dieser Urlaubsreise:

Dienstag, 5. Januar 1999
Morgens wurden wir von Freunden auf den Stuttgarter Flughafen gebracht. Von Stuttgart flogen wir über London und Hongkong nach Manila. In Manila angekommen tauschten wir auf dem Flughafen zuerst Geld und fuhren danach, zusammen mit einem italienischen Paar das wir auf dem Flughafen kennengelernt hatten, mit dem Taxi in die Pension "The Townhouse". Dort angekommen, wollte der Taxifahrer dann prompt den vereinbarten Fahrpreis pro Person abkassieren. Nach kurzer Diskussion gab er sich jedoch mit den 100 Pesos, welche für die komplette Fahrt ausgehandelt waren zufrieden Dieser Preis war sowieso das dreifache vom eigentlich "normalen Preis", aber dies war jetzt eben der sogenannte "Touristenpreis". Abends gingen wir dann noch zum Essen in das Restaurant im Townhouse und fielen danach todmüde in unser Bett.

Mittwoch, 6. Januar 1999
Dieser Tag ist eigentlich bereits oben beschrieben. Da uns durch den Flug nach Manila 7 Stunden verloren gingen, kamen wir ja erst am Mittwoch hier an - aber beim Tagebuch schreiben ist es wie im wirklichen Leben - manchmal blickt man es nicht mehr.

Donnerstag, 7. Januar 1999
Nach einer sehr schwülen und daher schlaflosen Nacht gingen wir erst mal frühstücken. Danach packten wir unseren Rucksack und warteten im Restaurant auf das zwischenzeitlich bestellte Taxi. Zeit braucht man auf den Philippinen für alles, auch für eine Taxifahrt - wir warteten 45 Minuten bis das bestellte Taxi eintraf. Nach wilder Fahrt durch das Verkehrschaos von Manila kamen wir dann kurze Zeit später auf dem Domestic-Flughafen von Manila an. Am Schalter der Philippine-Airline runzelte der Beamte die Stirn als er unser Ticket prüfte. Nach langer, langer Suche im Computer fragte er uns dann schließlich, ob das Ticket wirklich von Air China ausgestellt wurde. Uns wurde Angst und Bange, denn im philippinischen Flug- verkehr hatte sich in den letzten Wochen und Monaten einiges geändert. Fluggesellschaften lösten sich auf und andere kooperierten auf einmal nicht mehr miteinander. Es klappte dann aber nach einiger Zeit, ganz zu unserer Freude doch alles noch problemlos.  Die Air China arbeitete wohl immer noch mit der Philippine- Airline zusammen. Da hatten wir mal wieder Glück gehabt. Weniger Glück hatte ein Holländer am Nebenschalter, sein Ticket war von der Cathay-Airline ausgestellt. Der Beamte erklärte ihm, daß Philippine- Airline nicht mehr mit Cathay-Airline zusammen- arbeitet und er sich ein neues Ticket kaufen soll. Das war natürlich weniger erfreulich für ihn. Wir gingen Geld wechseln und buchten unseren Flug von Kalibo nach Manila, den wir in Deutschland vorgebucht hatten, um. Danach saßen wir in einer riesigen Halle und warteten - denn wir hatten Zeit, alle Zeit der Welt. Pünktlich um 15 Uhr flogen wir dann nach Puerto Princesa auf der Insel Palawan. Dort angekommen fuhren wir mit einem Tricycle los um eine Unterkunft zu suchen. Nach einigem hin und her landeten wir dann in unserer Bruchbude. Es muffelte, eine riesige Spinne begrüßte uns und überhaupt kotzte uns jetzt unsere Wahl schon an - aber wir wollten ja ein billiges Zimmer haben. Das schöne, saubere der Abelardo's Pension um 600 Pesos war uns ja zu teuer. Jetzt haben wir den Salat und sind garantiert um eine Erfahrung reicher! Unsere anschließende Suche nach einer Information, wann ein Bus oder ein Jeepney nach El Nido oder Taytay fährt war an diesem Abend genauso erfolglos. Fahrpläne gibt es nicht, zumindest weiß hier niemand etwas davon. Also hilft nur eines - abwarten! Wir gingen zum Abendessen. Danach heuerten wir ein Tricycle an und fuhren zurück in unsere Muffelbude. Ohne waschen und Zähne putzen, denn das wäre nur mit größter Überwindung unseres Ekelgefühles möglich gewesen, legten wir uns ins Bett. Es war abartig heiß und muffelig - tja dann Gute Nacht. 

 
Tricycle mit Schwein Schönheitssalon Jeepney nach Roxas

Freitag, 8. Januar 1999
In der Früh standen wir auf und packten schnellstens unsere Sachen, denn dazu hatten wir zwei gute Gründe: zum ersten wollten wir nichts wie raus aus der Bude und zum zweiten wollten wir mit einem Jeepney oder einem Bus nach Taytay  oder El Nido. An der Busstation fragten wir nach einem Bus  nach Taytay. Nach langem Fragen hieß es dann: "Tomorrow -  not today, the engine is broken". So, jetzt wußten wir das auch. An der Jeepney-Station war unsere Suche ebenso erfolglos. Wir beschlossen dann nach Roxas zu fahren - das liegt auf halber Strecke nach Taytay und es war ein Jeepney da, welches dorthin fuhr. Wir verstauten unser Gepäck auf dem Dach und suchten auf den schmalen Sitzbänken im Jeepney einen Platz. Da saßen wir und warteten und warteten, denn eine genaue Abfahrtszeit gibt es ja nicht. Wenn die Karre voll ist fährt man los, nicht eher. Endlich ging es dann mal los. Die ersten paar Kilometer war die Straße noch geteert, aber dann ging es zur Sache. Die Straße war eine einzige Schlammpiste. Manchmal war nur noch zu erahnen wo sich auf dieser, zum großen Teil überfluteten Strecke die Straße befand. Riesige Löcher und Risse hatte der Regen in die Straße gefressen. Uns schüttelte es nur so durch. Nach diesen Strapazen kamen wir doch tatsächlich nachmittags heil in Roxas an. Wir haben 8 Stunden für die 140 km gebraucht und wir wußten nicht ob wir lachen oder weinen sollten. Mit einem Tricycle klapperten wir dann die meist verschlossenen Pensionen in Roxas ab. Wir fanden dann nach längerer Suche, bei annähernder Verzweiflung doch noch eine Pension. Diese Pension wurde von zwei netten Typen geführt und hatte nur eine Dusche für die komplette Pension. Aber was soll's, man wird ja mit der Zeit genügsam! Diese Dusche nutzten wir dann auch sofort, denn dies war momentan unser einziger Wunsch - wir sahen aus wie durch eine Schlammpfütze gezogen. Später gingen wir noch Abendessen bevor wir uns nach diesem ereignis- reichen Tag ins Bett legten. Die Nacht war die Hölle: lautes Radio, bellende Hunde und schnarchende Nachbarn. Kurzum eine weitere Nacht ohne Schlaf!

Zum Seitenanfang

Samstag, 9. Januar 1999
Am nächsten Morgen gingen wir dann wieder früh zur Busstation. Dort hockten wir dann den ganzen Morgen untätig herum. Wenn man die Filipinos nach den Abfahrtszeiten der Jeepneys fragt, bekommt man von jedem eine andere Antwort, denn der Stolz der Filipinos läßt es nicht zu, keine Antwort auf eine gestellte Frage zu wissen. Es war zum verzweifeln. Um nach Taytay weiterzufahren war es dann irgendwann eh zu spät bei diesem Regen. Der Weg nach Port Barton, unserem Alternativziel war verschüttet. Also blieb nur noch die Rückfahrt nach Puerto Princesa - dann wären die ganzen Strapazen umsonst gewesen - oder die Überfahrt auf die Insel Coco Loco. Mittags fuhren wir dann in unserer Verzweiflung mit dem Boot nach Coco Loco. Und nun änderte sich schlagartig unsere Situation: die Sonne schien, Wasser in dem wunderbarsten türkisblau, Sandstrand und ein nettes Häuschen direkt am Strand! Wir waren die glücklichsten Menschen und konnten es nicht fassen. Wir stürzten sofort ins Wasser, schnorchelten eine Weile und ließen es uns gut gehen, denn das hatten wir jetzt wirklich verdient.

 
Jeepney Station
in Roxas
Ankunft auf
Coco Loco
Unsere Hütte
auf Coco Loco

Sonntag, 10. Januar 1999
Heute war relaxen angesagt. Wir taten nicht viel. Schwimmen, lesen und faulenzen bestimmte unseren Tagesablauf. Einmal sind wir um die Insel gelaufen aber das dauerte nicht länger als10 Minuten. Auch heute war das Abendessen auf dieser Insel, wie schon am Abend zuvor nicht der Hit.

Montag, 11. Januar 1999
Das selbe Programm wie gestern - nichts tun. Den halben Tag schnorcheln. Leider ist hier schon ziemlich viel von den Korallen zerstört. Aber es ist immer wieder ein riesiges Erlebnis in einem so riesigen "Aquarium" zu schwimmen. Das Abendessen war wie die Tage zuvor - schlecht.

Zum Seitenanfang

Dienstag, 12. Januar 1999
Früh legten wir mit dem Boot ab. Es ging zurück nach Roxas. Von dort fuhr dann auch bald ein Bus nach Puerto Princesa ab. Auf der Fahrt hatten wir einen Heidenspaß, denn auf dem Boot von Coco Loco nach Roxas lernten wir vier Deutsche kennen, die jetzt auch mit uns im Bus saßen. Die Straße war einigermaßen abgetrocknet, so daß wir schon nach 5 Stunden in Puerto Princesa ankamen. Wir mieteten uns dann in "Abelardo's Pension" ein. Dort ist es wirklich blitzblank sauber, es sind sehr nette Leute - kurzum es ist sehr empfehlenswert.

 
Auf der Fahrt nach
  Puerto Princesa
Auf der Fahrt nach
  Puerto Princesa
Straße? von
Puerto nach Roxas

Mittwoch, 13. Januar 1999
Sehr früh standen wir wieder auf der Jeepney-Station um nach Sabang zu fahren. Aber es war wieder ein Dilemma. Kein brauchbares Jeepney war da. Also gingen wir zur Pension Trattoria Inn, es hieß von dort fährt ein Touristenbus (klimatisiert) nach Sabang. Der war leider schon ausgebucht, aber ein Filipino setzte uns in einen Minivan in dem schon zwei schnieke Touris hockten die einen Tagesausflug nach Sabang gebucht hatten. Es ging dann in einem Affentempo, in nur 2 Stunden nach Sabang. Dort mieteten wir uns dann in "Robert's Cottage" eine kleine Moskitobude direkt am Strand. Nun wollten wir gleich den Underground River besichtigen. Wir kauften uns eine Erlaubnis um dort hin zu gelangen und erfuhren in dem Büro, daß der einfachere Monkey-Trail beschädigt ist und nur der Jungle-Trail begehbar ist. Dieser wäre aber "easy to walk". Also beschlossen wir, diesen Trail zu laufen - somit nahm das Drama seinen Lauf. Die Strecke war steil und rutschig. Es regnete, überall lagen umgestürzte Bäume und manchmal war keine Markierung der Wegstrecke vorhanden. Wir hätten die Bürotussi, die uns diese Information "easy to walk" gegeben hatte umbringen können. Nach 2 Stunden kamen wir dann völlig erschöpft am Underground River an und waren neidisch auf die sauberen, in Booten angereisten Pauschaltouris. Die Besichtigung vom Underground River war dann aber klasse und hatte uns für die vorangegangenen Strapazen entschädigt. Zurück nach Sabang fuhren wir mit einem Auslegerboot. Abends hockten wir mit unseren Reisebekanntschaften aus Roxas, die uns zwischenzeitlich auch nach Sabang gefolgt waren, im Restaurant und lachten über unsere vergangenen Erlebnisse.

Donnerstag, 14. Januar 1999
Nach dem Abenteuer von gestern hatten wir heute nicht viel vor. Ich ging mittags noch zum Wasserfall von Sabang, der aber nicht sonderlich spektakulär war. Der Weg dorthin ist nicht sehr angenehm, man muß lange über riesige Steine balancieren. Den Rest vom Tag ruhten wir uns aus und gingen schwimmen.

Zum Seitenanfang

Freitag, 15. Januar 1999
Morgens fuhren wir mit einem übervoll bepackten Jeepney nach Puerto Princesa zurück. Riesige mit Fisch beladene Kisten, Reissäcke, ein Palmdach, Holzlatten, eine Schulklasse, sehr sehr viele Passagiere, 2 lebendige Schweine und wir. Der Fahrer dieses Jeepneys war eine Tratschtante. Er hielt an jeder Palme an, um irgendwelche Leute zu begrüßen und ein kleines Schwätzchen zu halten. Nach anstrengender Fahrt endlich in Puerto Princesa angekommen fuhren wir zum Flughafen. Wir konnten dort ohne Probleme unsere folgenden Inlandsflüge umbuchen wie wir es gewünscht hatten. Abends kamen wir dann bereits in Manila an. Hier mieteten wir uns wieder im "The Townhouse" ein, wo wir dann auch bald todmüde ins Bett fielen. Die letzte Woche auf der Insel Palawan war wirklich sehr abenteuerlich und anstrengend. Manchmal wußten wir wirklich nicht warum wir uns für dieses Urlaubsland entschieden hatten - uns war manchmal zum weinen zumute. Aber es hatte sich trotzdem gelohnt, es hatte uns dort trotz allem sehr gut gefallen. Palawan ist auf jeden Fall eine Reise wert.

 
Hafen von Sabang Küste vor Sabang Jeepney nach
 Puerto Princesa

Samstag, 16. Januar 1999
Heute früh ging es gleich mit dem Flugzeug weiter nach Cagayan de Oro. Vom Airport nahmen wir ein Taxi an den Hafen, von wo aus die Fähre nach Camiguin fährt. Während der Fahrt auf der Schnellfähre nach Camiguin fing es dann fürchterlich an zu regnen. In Camiguin angekommen charterten wir dann mit zwei anderen Deutschen ein kleines Jeepney nach Agoho. Sehen konnte man auf der ganzen Fahrt wegen des starken Regens nicht viel, aber wenigstens war die Straße nach Agoho gut und nicht so abenteuerlich wie auf Palawan. Im "Caves Beach Resort" nahmen wir ein Cottage und ließen dann den Abend im Lokal ausklingen. Wir hockten ziemlich bald alleine im Restaurant, da wir die einzigen Besucher waren und die Besitzer ziemlich früh zu Bett gingen und uns somit das Lokal überließen.

Zum Seitenanfang

Sonntag, 17. Januar 1999
Nach dem dürftigen Frühstück im Resort machten wir einen Strandspaziergang und siehe da, wer saß im Restaurant des Resorts nebenan - unsere alten Reisebekanntschaften aus Roxas. Wir tratschten dann den halben Mittag, bevor wir uns noch zu den Hot Springs aufmachten. Dort wollten wir eigentlich baden, aber das große Becken war an diesem Tag geschlossen und es wimmelte hier von Moskitos. Also war schwimmen für uns gestrichen. Den Tag ließen wir dann wieder in unserem Resort- Restaurant ausklingen.

Montag, 18. Januar 1999
Nach dem wiederum dürftigen Frühstück gingen wir über die Straße und mieteten uns eine 125er. Wir fuhren zuerst nach Bonbon wo wir beim versunkenen Friedhof Halt machten. Dann ging es weiter zu den Tuwasan Falls. Wir fuhren die Straße entlang, bis es nicht mehr weiterging. Dann stellten wir unser Motorrad ab und gingen zu Fuß weiter. Nach einer verzwickten Wanderung mit Flußüberquerung hatten wir es dann endlich geschafft: Der Wasserfall war schön. Nach kurzer Rast gingen wir zurück und fuhren weiter zu den Cold Springs. Dort sprangen wir dann ins kühle, erfrischende Wasser. Das war toll. Nach der Erfrischung fuhren wir dann rund um die Insel nach Benoni. Unser letztes Ziel an diesem Tag war der Katibawasan Fall, der leider ziemlich wenig Wasser hatte. Nach einer anschließenden Stadtrundfahrt in Mambajao ging es dann zurück in unser Resort.

 
Tuwasan-Fall Cold Springs White Island

Dienstag, 19. Januar 1999
Heute morgen ging es zum "Superklasse" - Frühstück ins Lokal Paradiso gegenüber. Danach heuerten wir ein Auslegerboot an und ließen uns auf die vorgelagerte Sandbank White Island schippern. Dort schnorchelten wir eine Weile bevor unsere Reise dann weiterging. Mit einem Jeepney fuhren wir nach Benoni und dann gleich weiter mit der Fähre nach Cagayan de Oro. Dort kauften wir ein Ticket für die Nachtfähre nach Bohol. Mit einem katastrophal aussehenden Schiff, zusammen mit unzählig vielen Leuten sowie Hühnern in einem Schlafsaal ging dann die Überfahrt los. Das WC war schon vor der Abfahrt "under repair" und roch fürchterlich. Die ganze Nacht dröhnte ein lauter Fernseher und alle Leute quasselten wild durcheinander. Wir schliefen also kaum und wußten nicht, wie oder ob wir diese Nacht überhaupt überleben. Zu allem Unglück stürmte und regnete es auch noch und der Kahn begann fürchterlich zu schaukeln. Es war eine Horrornacht! Morgens liefen wir dann mit diesem Schiff endlich im Hafen von Tagbilaran ein - man waren wir froh.

Zum Seitenanfang

Mittwoch, 20. Januar 1999
Sofort ging es mit dem Jeepney nach Alona Beach. Im "Alona Kew White Beach" war erst mal frühstücken angesagt. Wir mieteten uns auch gleich in diesem schönen Resort ein. Der Rest des Tages bestand aus relaxen. Abends machten wir noch eine Kneipentour bevor wir todmüde ins Bett fielen.

Zum Seitenanfang 

Donnerstag, 21. Januar 1999
Heute mieteten wir mal wieder ein Motorrad um zu den Chocolate Hills zu gelangen. Es ging vorbei an alten Kirchen, Hängebrücken, Reisfeldern und durch einen Mahagoniwald. Die Landschaft dort ist richtig toll. An den Chocolate Hills angekommen staunten wir dann ungläubig. Diese Hügellandschaft ist wirklich grandios und auf jeden Fall sehenswert. Auf der Rückfahrt machten wir dann noch einige Zwangspausen, da es teilweise ganz ordentlich regnete. Abends glücklich in Alona Beach angekommen, gingen wir noch schnell Abendessen bevor wir dann müde ins Bett fielen.

 
Nachtfähre
nach Bohol
Chocolate Hills
auf Bohol
Reisfelder
auf Bohol

Freitag, 22. Januar 1999
Heute war wieder ein Reisetag angesagt. Mit einem Minibus ging es zurück nach Tagbilaran und von dort mit der Supercat-Fähre nach Cebu. In Cebu angekommen, mieteten wir ein Zimmer und gingen dann in den Ayala-Center. Das Ayala-Center ist ein riesiges Shopping-Center mit vielen Läden, Restaurants und Cafés. Da wir zwischenzeitlich mal wieder relaxen nötig hatten, ließen wir uns mit dem Taxi zum "Holiday Health and Fitneßcenter" bringen. Dort wurden wir auch sofort eingewiesen: Zuerst geht man Duschen, dann in die Sauna - natürlich Männlein und Weiblein getrennt - und danach wird man in einen Massageraum gebracht. Nun beginnt die einstündige Massage "Shiatsu". Die Frauen die einen massieren stehen auf einem rum, kneten dich durch, renken das Genick aus und ein und heben dich mit ihren Beinen in die Luft. Das war wirklich unglaublich. Danach waren wir völlig entspannt und schwebten wie auf Wolken. Wir fuhren dann mit dem Taxi zurück zur Pension.

Samstag, 23. Januar 1999
Da wir für diese Nacht wohl eine Flohbude gemietet hatten, ging es nach einer kurzen, mal wieder furchtbaren Nacht frühmorgens weiter. Mit dem Bus fuhren wir von Cebu nach Toledo. Hier wurde der Bus auf ganz abenteuerliche Weise auf eine Fähre verladen. Wir warteten und warteten. Nach zweistündiger Wartezeit auf irgendwelche Passagiere legten wir dann auch endlich ab. Unser Ziel war San Carlos. Von dort fuhren wir mit dem Bus weiter nach Bacolod wo wir am Nachmittag eintrafen. Da wir vom Reisen an diesem Tag noch nicht genug hatten, ließen wir uns mit der Fähre noch nach Iloilo bringen. Dort nahmen wir ein Zimmer in der "Family House Pension". Abends bummelten wir noch durch die Stadt. Es war mächtig viel los, da hier am nächsten Tag der philippinische Karneval "Dinagyang" stattfand. Die Vorbereitungen waren schon voll im Gang und sehr viele Menschen trafen bereits zum Vorabendprogramm dieser Veranstaltung ein.

Zum Seitenanfang

Sonntag, 24. Januar 1999
Wieder ging es früh am Morgen weiter. Wir fuhren mit dem Taxi zur Busstation um einem Bus nach Caticlan zu kriegen. Und welch Glück, tatsächlich fuhr ein Bus mit sage und schreibe nur 4 Fahrgästen nach Kalibo los. So etwas gibt es normalerweise auf den Philippinen nicht - gefahren wird erst wenn der Karren komplett voll ist. Aber da heute ja die Karnevalfeier stattfand, blieb dem Fahrer wohl nichts anderes übrig als mit so wenig Fahrgästen loszufahren. Zügig kamen wir dann nach 4 Stunden in Kalibo an. Von dort ging es mit einem Minibus und dessen wahnsinnigen Fahrer weiter nach Caticlan. Nach wenigen Kilometern gab die Hupe des Minibusses bereits den Geist auf, was den wahnsinnigen Fahrer aber nicht davon abhielt wie ein Irrer durch die Gegend zu rasen und bei stärkstem Gegenverkehr immer wieder riskante Überholmanöver zu starten. Mit mächtig viel Glück kamen wir dann unbeschadet am Hafen von Caticlan an. Von hier aus setzten wir mit dem Boot nach Boracay über. Nach der Besichtigung mehrerer Bungalowanlagen mieteten wir uns in der "Saigon Lodge" ein. Es war zwar nicht ganz billig, aber das Geld auf jeden Fall wert. Nach den vergangenen Reisetagen hatten wir uns das jetzt wirklich verdient.

 
LKW-Verladung
auf philipinisch
Schnellfähre Strand von
Boracay

Montag, 25. Januar 1999
Heute war endlich mal wieder ausschlafen angesagt. Am späten Vormittag gingen wir auf Erkundungstour. Es gibt auf Boracay unzählige Läden, Restaurants, Pensionen usw. die wir uns gemütlich anschauten. Abends, nach dem Essen gingen wir noch in eine Disco. Dort fand an diesem Abend eine Modenschau statt. Diese, recht amüsante Veranstaltung fand extra anläßlich irgendwelcher Funboarder-Meisterschaften, welche während dieser Tage auf Boracay abgehalten wurden, statt. Es war total witzig und wir hatten eine Menge Spaß an diesem Abend.

Dienstag, 26. Januar 1999
Heute nahmen wir nach dem Frühstück an einem Schnorchelausflug teil. Wir waren den ganzen Tag unterwegs und schnorchelten an 4 verschiedenen Plätzen rund um die Insel. Wir genossen es mal wieder in einem so wunderbaren "Aquarium" die Fische zu beobachten. Auch das Mittagessen, das unser Guide an einem einsamen Strand hinzauberte war genial. Es gab frischen, gegrillten Fisch, köstliche Schweinespieße, Hähnchen, Reis, Gemüse und Früchte. Rundum zufrieden kamen wir dann gegen Abend wieder zurück. Es war ein wirklich wunderschöner und empfehlenswerter Tagesausflug. Was uns dabei jedoch wiederum sehr nachdenklich stimmte war, daß diese Ausflugs- boote bei jedem Anlegen an einem Schnorchelplatz mit ihrem Anker ein Stück der vorhandenen Korallenriffe beschädigen. Es gäbe sicher auch einfachere und vor allem für die Korallen schonendere Methoden an solchen Stellen anzulegen - aber das ist mal wiederum auch typisch Philippinen - keiner verschwendet an so etwas seine Gedanken, obwohl diese Korallenriffe vor der Insel teilweise deren einzige Existenzgrundlage sind. Abends waren wir dann ganz schön müde, so daß es uns bald ins Bett trieb.

Zum Seitenanfang

Mittwoch, 27. Januar 1999
Wir frühstückten heute ausgiebig bevor wir uns gegen Mittag ein Moped ausliehen. Es ging kreuz und quer durch die Insel. Vorbei an Märkten, Golfplätzen, riesigen Hotelanlagen, schönen Stränden und der Müllverbrennungsanlage dieser Insel. Wir sahen auf dieser Tour die schönen sowie die weniger schönen Seiten von Boracay und dessen Tourismus. Auch in der Fledermaushöhle machten wir einen Stop. Dort hatten wir einen ca. 6-7 jährigen Guide und ein Security-Team das aus einem 3jährigen und einem noch jüngeren Mädchen bestand. Das Security-Team bewachte unser Moped während wir die Höhle besichtigten. Allerdings war die Höhle nicht berauschend. Man mußte steile, glitschige Felsen hinuntersteigen und die Taschenlampe unseres Führers hatte dazu noch seine Schwächen, so daß man nicht besonders viel sah. Man muß diese Höhle nicht unbedingt gesehen haben. Nachdem wir dann sämtliche Inselstraßen abgefahren hatten, gaben wir unser Moped wieder ab und genossen am Strand noch den wunder- schönen Sonnenuntergang. 

 
Boracay vom
Aussichtspunkt
Abendstimmung
in Boracay
Anlegestelle beim
Schnorchelausflug

Donnerstag, 28. Januar 1999
An unserem letzten Tag auf Boracay waren wir am Strand. Wir bummelten bis an das unterste Ende der langen Bucht und ließen uns dort nieder. Wir verbrachten dann den ganzen Tag mit faulenzen, lesen und schnorcheln. Auf Boracay kann man wunderbar schnorcheln. Man muss allerdings aufpassen, daß man sich beim schwimmen nicht zu weit aus der Bucht entfernt, da man sonst mit den Auslegerbooten die aus Caticlan hin- und herpendeln in Konflikt gerät. Abends beobachteten wir noch das geschäftige Treiben auf den Verpflegungsbooten. Jede Menge Boote werden be- und entladen und die Jungs machten einen Wettbewerb daraus, wer den höchsten Turm mit leeren Bier- kisten an Bord trägt.

Freitag, 29. Januar 1999
Früh am Morgen packten wir heute unsere Sachen und fuhren mit dem Boot zurück nach Caticlan. Von dort ging es mit dem Bus direkt auf den Flughafen nach Kalibo. Nach 2 Fehlstarts ging es erst mal wieder zurück zum Flughafengebäude wo der Kapitän erst mal telefonischen Rat aus Manila holen mußte. Der 3te Start klappte dann und wir landeten nach 40 Minuten glücklich in Manila. Nach diesem Horrorflug, auf dem wir Todesängste ausgestanden hatten, überlegten wir uns mal wieder, ob wir unseren nächsten Urlaub nicht mit einem Wohnmobil in Europa verbringen sollten. In Manila ging es dann direkt zum Bus- terminal mit dem Ziel Batangas. Und tatsächlich gelang es uns noch einen Bus zu bekommen der dorthin fuhr. Es war allerdings mal wieder ein Palmenbus (hält an jeder Palme) und es war schon dunkel als wir in Batangas eintrafen. Also blieb uns nichts anderes übrig, als in Batangas zu bleiben und unsere Weiter- fahrt nach Puerto Galera auf den nächsten Tag zu verschieben. Wir mieteten uns für diese Nacht im "Avenue Pension House" ein.

Zum Seitenanfang

Samstag, 30. Januar 1999
Heute morgen ging es dann mit der Fähre nach Puerto Galera. Dort angekommen ließen wir uns von einem Tricyclefahrer an den White Beach fahren. Nichtsahnend hatten wir uns wieder auf ein Abenteuer eingelassen. Die Straßenverhältnisse waren wie auf Palawan - eine einzige Katastrophe. Wir hockten in dieser Kiste und uns schleuderte es nur so rum. Wir schlugen oben den Kopf an, unten die Beine usw. und ein Ende dieser Fahrt war nicht abzusehen. In einem tiefen Schlagloch fiel dann zu allem Unglück auch noch unser Rucksack herunter und das nachfolgende Jeepney stand nach einer Vollbremsung genau mit der Vorderachse über diesem. Der Rucksack sah jetzt natürlich entsprechend dreckig aus, war aber wenigstens nicht beschädigt. Endlich am White Beach angekommen mieteten wir uns dann ein Cottage und verbrachten den restlichen Tag am Strand.

Sonntag, 31. Januar 1999
Nach einem ausgiebigen Frühstück stand heute eine Wanderung auf dem Programm. Gegen mittag ging der Marsch los, zuerst steil den Berg hinauf - mit jedoch wunderschönen Ausblicken über die Küstenlinie. Oben angekommen ging es dann wieder bergab in eine Schlucht wo sich ein Wasserfall befand. Dort war dann vor dem Rückweg eine ausgiebige Ruhepause angesagt. Am späten Nachmittag, zurück am Strand war nur noch entspannen die Devise. Abends ließen wir den Tag mal wieder an einer der gemütlichen Strandbars ausklingen.

 
White Beach White Beach Strandbar am
White Beach

Montag, 1. Februar 1999
Heute ging es mit dem Jeepney nach Puerto Galera. Wir bummelten dort etwas rum bevor wir mit dem nächsten Jeepney weiter nach Sabang Beach wollten. Nach x Runden durch die Stadt (es könnte ja evtl. noch ein Fahrgast zusteigen wollen) ging es dann endlich, mal wieder übervoll beladen los. Es war wieder eine katastrophale Straße und es schüttelte uns nur so durch. Am Sabang Beach bummelten wir dann zum Little La Laguna Beach und weiter zum Big La Laguna Beach. Dort ließen wir uns nieder und schnorchelten durch die farbenfrohe Unterwasserwelt. Am späten Nachmittag fuhren wir dann wieder zurück zum White Beach, der sehr viel schöner ist als der heute nachmittag besuchte Sabang Beach. Den Tag beschlossen wir dann mal wieder an "Rosie's Bar".

Dienstag, 2. Februar 1999
Unser letzter Tag am Strand! Wir schnorchelten heute mal wieder den halben Nachmittag, wobei wir uns fast eine Unterkühlung zugezogen haben. Am White Beach hatten wir nämlich das Glück eine Seeschlange zu beobachten, so daß wir dabei ganz die Zeit vergessen hatten. Den letzten Abend am White Beach verbrachten wir mal wieder an "Rosie's Bar" und dachten mit Entsetzen an unsere baldige Rückkehr ins wahrscheinlich grausig kalte Deutschland.

Zum Seitenanfang

Mittwoch, 3. Februar 1999
Früh am Morgen fuhren wir mit dem Jeepney nach Puerto Galera. Bald legten wir dann mit der Fähre nach Batangas ab und schipperten durch den wunderschönen Naturhafen von Puerto Galera nach Batangas. In Batangas angekommen ging es dann gleich mit dem Bus weiter nach Manila. Dort mieteten wir uns dann in der "Malate Pension" ein. Da dort alle billigen Zimmer ausgebucht oder vorbestellt waren, leisteten wir uns eben zum Abschluß das teuerste Zimmer unserer Reise. Mit Fernseher, Klimaanlage und warmem!!! Wasser - man gönnt sich ja sonst nichts. Abends gingen wir noch in einem riesigen Einkaufstempel
bummeln.

Donnerstag, 4. Februar 1999
Unser letzter Tag auf den Philippinen brach heute an. Also wollten wir noch ein wenig Manila erkunden. Wir bummelten die Straßen entlang zum Rizal-Park. Hier schlenderten wir durch und besichtigten die verschiedenen Denkmäler und Gärten. Weiter ging es dann am Hafen entlang und durch das alte Manila "Intramuros". Zum Abschluß besichtigten wir noch Fort Santiago. Abends ging es dann auf den Flughafen von wo wir mit einer 747/400 in Richtung London flogen. Nach einem 3-stündigen Aufenthalt in London flogen wir dann endlich weiter und landeten dann am Morgen in Stuttgart. Dort wurden wir schon von Freunden erwartet.

 
Feuerwehrauto
in Manila
Park in
Manila
Jeepney
in Manila

Freitag, 5. Februar 1999
Nach insgesamt 16 Flugstunden und 27 Stunden Reisezeit sitzen wir jetzt erschöpft daheim und träumen von Sonne und Meer. Wir können es noch gar nicht glauben, daß wir schon wieder dem hektischen deutschen Leben ausgesetzt sind. Mal sehen ob wir die philippinische Lebensart, vor allem die Ruhe und Gelassenheit noch eine Weile behalten können. Ich denke dabei besonders an den Satz der Pensionbesitzerin auf Camiguin die jeden Tag auf die Frage nach Bananen-Pfannkuchen antwortete:

Sorry not today, maybe tomorrow!

 

Zum Seitenanfang

Hier noch einige Preise (Stand 1/99) 

Wechselkurs: 1 US$ = 37 P (Pesos) 

- Cola: ~ P 10 - P 20 
- Bier: ~ P 25 - P 30 
- Schnorchelausflug auf Boracay incl. Barbecue und Drinks: P 300
- Motorrad 125er, 1 Tag auf Camiguin: P 500 
- Fähre von Cagayan de Oro nach Tagbilaran im Schlafsaal: P 240
- Si-Kat Ferries - Kombi-Ticket (Fähre und Bus) von Manila
  nach Puerto Galera: P 350

Übernachtungen:

Luzon
The Townhouse, Manila - Zimmer mit Bad/Fan/AC: P 850

Malate Pensionne, Manila - Zimmer mit Bad/AC: P 1045

Avenue Pension House, Batangas - Zimmer mit Bad/AC: P 360

Palawan
Princessa Inn, Puerto Princesa - Bruchbude, Zimmer ohne
Bad/Fan: P 250

Abelardo's Pension, Puerto Princesa - sehr zu empfehlen,
Zimmer mit Bad/AC: P 550

Emirose, Roxas - nicht besonders, aber das einzige,
Zimmer mit Fan: P 300

Coco Loco Island Resort, Coco Loco - Cottage mit Bad/Fan,
direkt am Strand: P 690

Robert's Resort, Sabang - Cottage mit Bad/Fan: P 450

Camiguin
Caves Beach Resort, Agoho - Cottage mit Bad/Fan: P 600

Bohol
Kew White Beach Resort, Alona Beach - Cottage mit
Bad/Fan: P 750

Cebu
Sherry's Pension, Cebu City - Zimmer mit Bad/Fan:
P 350, war bei uns aber eine echte Flohbude

Panay
Family Pension House, Iloilo - Zimmer mit Bad/Fan: P 300

Boracay
Saigon Lodge, Boracay - Cottage mit Bad/Fan: P 700

Mindoro
White Beach Lodge, Puerto Galera - Cottage mit Bad/Fan: P 350

Und zum Schluß das allerwichtigste: Der Reiseführer "Das Original Philippinen Reise-Handbuch" von Jens Peters ist ein Muß für jede Reise auf die Philippinen! Da steht einfach so ziemlich alles drin was man zur Planung und Durchführung einer Reise benötigt.

Uns hat es auf den Philippinen sehr gut gefallen.
Es war für uns auf jeden Fall eine Reise wert!

 

Zum Seitenanfang

 

Tipp: Alle Bilder von diesem Urlaub gibt es in der Fotogallerie!

 

 

© Harald Maier - mail@haraldmaier.de